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Photovoltaik-Grundlagen

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik (PV) bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom. Solarzellen aus Silizium erzeugen bei Lichteinfall Gleichstrom, der durch einen Wechselrichter in nutzbaren Wechselstrom umgewandelt wird.

Eine typische PV-Anlage für ein Einfamilienhaus hat eine Leistung von 5–15 kWp und besteht aus:

  • Solarmodulen auf dem Dach
  • einem Wechselrichter
  • optional einem Stromspeicher (Batterie)
  • einem Einspeisezähler

Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage?

In Deutschland erzeugt eine PV-Anlage im Schnitt 900–1.100 kWh pro kWp und Jahr. Der tatsächliche Ertrag hängt ab von:

FaktorEinfluss
StandortSüddeutschland ~10% mehr als Norddeutschland
DachneigungOptimal: 30–35°
AusrichtungOptimal: Süd (Ost/West ca. 15–20% weniger)
VerschattungBäume, Nachbargebäude reduzieren den Ertrag

Tipp: Mit unserem PV-Ertragsrechner kannst du den Ertrag für deinen Standort berechnen.

Lohnt sich eine PV-Anlage?

Kurz: In den meisten Fällen ja. Die wichtigsten Wirtschaftlichkeitsfaktoren:

  1. Eigenverbrauch: Je mehr Strom du selbst nutzt, desto mehr sparst du (Strompreis ~35 ct/kWh vs. Einspeisevergütung ~8 ct/kWh).
  2. Anlagenkosten: Aktuell ca. 1.200–1.800 €/kWp netto (inkl. Montage).
  3. Einspeisevergütung: Garantiert für 20 Jahre, aktuell ~8 ct/kWh für Anlagen unter 10 kWp.

Eine typische 10-kWp-Anlage kostet ca. 14.000–18.000 € und amortisiert sich in 8–12 Jahren.

Eigenverbrauch optimieren

Den größten wirtschaftlichen Nutzen erzielst du, wenn du möglichst viel Solarstrom selbst verbrauchst:

  • Waschmaschine & Spülmaschine tagsüber laufen lassen
  • Wallbox für das E-Auto mit PV-Überschuss laden
  • Wärmepumpe tagsüber priorisieren
  • Stromspeicher puffert Überschuss für Abend/Nacht

Nächste Schritte

Berechne den erwarteten Ertrag für dein Dach mit unserem PV-Ertragsrechner und prüfe gleichzeitig deine Fördermöglichkeiten.