🌱 Klimawise

Wallbox-Grundlagen

Warum eine eigene Wallbox?

Eine Wallbox (Wandladestation) ist die komfortabelste und günstigste Art, dein E-Auto zu Hause zu laden. Im Vergleich zu öffentlichen Ladesäulen bietet sie:

  • Geringere Ladekosten — Haushaltsstrom statt Ladesäulentarif
  • Maximalen Komfort — über Nacht laden, morgens vollen Akku
  • PV-Integration — eigenen Solarstrom nutzen
  • Schnelleres Laden — 11 kW statt 2,3 kW an der Haushaltssteckdose

Ladekosten im Vergleich

LadeartKosten pro kWh100 km Fahrt12.000 km/Jahr
Haushaltssteckdose35 ct6,30 €756 €
Wallbox (Haushaltsstrom)35 ct6,30 €756 €
Wallbox (PV-Strom)5–10 ct0,90–1,80 €108–216 €
Öffentlich AC50–60 ct9,00–10,80 €1.080–1.296 €
Öffentlich DC-Schnelllader60–80 ct10,80–14,40 €1.296–1.728 €

Berechne deine individuellen Ladekosten mit unserem Wallbox-Rechner.

11 kW vs. 22 kW — Was ist besser?

11 kW (empfohlen für die meisten Haushalte)

  • Ladezeit: ca. 5–6 Stunden für 60-kWh-Akku
  • Vorteil: Nur Anmeldung beim Netzbetreiber (keine Genehmigung)
  • Kosten: 500–1.200 € für die Box + 300–800 € Installation
  • Ideal für: Über-Nacht-Laden zu Hause

22 kW (für Vielfahrer mit kompatiblem Fahrzeug)

  • Ladezeit: ca. 2,5–3 Stunden für 60-kWh-Akku
  • Achtung: Genehmigungspflicht beim Netzbetreiber
  • Kosten: 800–2.000 € für die Box + 500–1.200 € Installation
  • Nur sinnvoll, wenn: das Fahrzeug dreiphasig mit 22 kW laden kann

Tipp: Die meisten E-Autos laden nur mit 11 kW AC — eine 22-kW-Wallbox bringt dann keinen Vorteil.

Installation und Voraussetzungen

Was brauche ich?

  1. Starkstromanschluss (Drehstrom 400 V) — in den meisten Häusern vorhanden
  2. Ausreichende Zuleitung — Elektriker prüft die Belastbarkeit
  3. FI-Schutzschalter Typ A/B — oft im Wallbox-Preis enthalten
  4. Anmeldung beim Netzbetreiber — Pflicht für alle Wallboxen
  5. Genehmigung — nur bei > 11 kW Pflicht

Installationskosten

PostenKosten
Wallbox (11 kW)500–1.200 €
Installation (Standard)300–800 €
Zuleitung (wenn nötig)200–1.000 €
Gesamt800–2.500 €

Ein qualifizierter Elektriker muss die Installation durchführen — Eigeninstallation ist nicht erlaubt und nicht versichert.

PV-Überschussladen

Mit einer PV-Anlage kannst du dein E-Auto mit Solarstrom laden. Zwei Modi sind üblich:

Reines Überschussladen

  • Wallbox lädt nur bei PV-Überschuss
  • Minimale Ladekosten (< 10 ct/kWh)
  • Ladeleistung schwankt mit Sonneneinstrahlung
  • Benötigt: kompatible Wallbox + Energiemanager/Smart Meter

Hybrid-Laden

  • Mindestladeleistung aus dem Netz, Rest aus PV
  • Auto wird zuverlässig geladen, PV-Anteil maximiert
  • Guter Kompromiss zwischen Kosten und Komfort

Berechne den PV-Anteil und die Ersparnis mit unserem Wallbox-Rechner.

Förderung für Wallboxen

KfW 442 (Solarstrom für Elektroautos)

  • Zuschuss: bis zu 10.200 € (PV + Speicher + Wallbox)
  • Voraussetzung: PV-Anlage, Speicher und Wallbox als Kombination
  • Hinweis: Fördermittel waren in der Vergangenheit schnell erschöpft — Verfügbarkeit prüfen

THG-Quote

  • E-Auto-Halter können ihre THG-Quote verkaufen
  • Erlös: ca. 50–100 €/Jahr (stark schwankend)
  • Kein direkter Wallbox-Zuschuss, aber netter Zusatzertrag

Quellen: ADAC Wallbox-Test 2024, KfW Förderprogramme, Bundesnetzagentur, BDEW Ladesäulenregister.